Pitz Alpine Glacier Trail 2020

Zwischen Aufregung, Freiheit und Crazy Spirits.


Vorfreude und Hoffnung

Meine Zeit der Vorbereitung

Wenn eines der wenigen Trailrunning Events des heurigen Jahres aller Schwierigkeiten zum Trotz stattfindet, sind Erwartung und Aufregung besonders groß. Umso mehr, wenn es der Pitz Alpine Glacier Trail ist, der quasi vor der eigenen Haustür im Pitztal startet. 

Frühzeitig angemeldet und die Hoffnung nicht aufgegeben, dass der beliebte Lauf über 6 Distanzen um den Pitztaler Gletscher auch wirklich stattfindet (zurecht 😉), habe ich mich in der C-Zeit bestens auf meinen ersten P30 vorbereitet.

Das Ziel: Eine Zeit unter 5 Stunden.

Die Hoffnung: Eine Zeit unter 4,5 Stunden.

Crazy Spirits

Das Gefühl am Start

Die Stimmung beim Pitz Alpine Glacier Trail in Worte zu fassen fällt mir schwer. Jeder, der schon einmal dabei war, weiß glaube ich, was ich meine. Es ist elektrisierend und aufputschend, wenn man in dieser einzigartigen Läufer-Atmosphäre in Mandarfen an den Start geht. Es liegt diese spezielle, crazy Energie in der Luft, der sich keiner verschließen kann, egal ob Teilnehmer oder „nur“ Zuschauer. 

Läufer aus allen Ecken der Welt kommen zusammen, um sich der Freiheit und dem Esprit des Trailrunnings hinzugeben. Und trotz meiner wochenlanger Vorbereitung war ich interessanterweise gar nicht nervös – alles was am Start geblieben ist, war einfach diese wahnsinnige Vorfreude auf die Trails und das Laufen in der Natur.

P30 beim Pitz Alpine Glacier Trail

Meine Eindrücke von der Strecke

Bei super Wetter und super Stimmung fiel um 10:30  also endlich der ersehnte Startschuss für den P30 beim Pitz Alpine Glacier Trail 2020! Ich wusste, was mich erwartet, denn natürlich bin ich Teilstücke der Strecke schon im Training gelaufen. Die ganz Runde – die 30km - jedoch nie am Stück. Der erste Abschnitt durch das Hirschtal hinauf zum Rifflsee ist schon gleich zu Beginn ein gescheiter Wadenbeißer. Dennoch habe ich meinen eigenen Schritt gehalten und mich nicht von den anderen Läufern zu einem Schnellstart mitreißen lassen. Gute Entscheidung!

Auf der Sunna Alm (nach genau 01:00h) angekommen, ging es locker weiter Richtung Plodersee – meine absolute Lieblingstrecke mit zahlreichen coolen Laufpassagen und einer Aussicht, bei der mir wohl keiner den Stolz auf meine Heimat verübeln kann.

Ab der Abzweigung Ploderseerunde - Fuldauer Höhenweg war klar: meine Füße und mein Geist sind fit und ich bin absolut im Flow. Mega! Ein guter Grund, um am Fuldauer Höhenweg ein bisschen Gas zu geben! 

Am Ende des Höhenweges kurz vor dem Taschachhaus kam es dann zu einem Familien- Treffen: meine Schwägerin Vicky ist zu mir gestoßen und hat mich durch meinen kleinen - kurzen Durchhänger und Kreislaufdown begleitet. Ab der letzten Labstation ging es dann aber wieder in sehr guten Tempo die letzten 5-6 km ins Ziel.



Unfassbar: Ich durfte als 3. Overall Women mit einer Zeit von 4:07 einlaufen.

Die Seele des Trailrunnings: Energie und Dankbarkeit!

Trotz dem Stolz und das unglaubliche Glücksgefühl über meine Leistung, geht es mir beim Laufen aber nicht um Zeit oder Kilometer. Was ich allen an dieser Stelle mitgeben möchte: wenn man drauf los läuft, einfach schaut was passiert, Schritt für Schritt sich dem Ziel nähert und voller Dankbarkeit das Gefühl von Freiheit in der Natur genießt, dann hat man die Seele des Trailrunning-Sports richtig verinnerlicht.

Nach dem Pitz Alpine Glacier Trail... ...ist vor dem nächsten Trail

Der Sommer ist noch nicht vorbei im Pitztal! Wir laufen hier 365 Tage im Jahr! Weil es uns Spaß macht, weil wir unseren Kopf frei bekommen und weil wir uns so langfristig körperlich und geistig fit halten – ihr müsst nur meinen Papa Othmar Walser fragen 😉 
Als Trailrunning-Gastgeber laden wir alle aktiven und laufbegeisterten Gäste herzlich ins Hotel Vier Jahreszeiten ein, um mit uns gemeinsam im Pitztal dem Spirit des Trailrunnings nachzulaufen.
 

Bis bald und keep on running!

Eure Jasmin

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Jasmin Walser wurde im Pitztal geboren und ist im Hotel Vier Jahreszeiten aufgewachsen.

Ihre Eltern haben den Betrieb aufgebaut und innerhalb von zwanzig Jahren immer weiter ausgebaut. Seit vier Jahren leitet die Tochter des Hauses den Betrieb, sie sucht das Gespräch mit ihren Gästen und arbeitet mit großem Elan an der Neuausrichtung des Hotels: Das 4-Sterne-Superior-Haus in St. Leonard im Pitztal soll ihren Gästen ein Ort der Kraft sein. Aktive Genießer dürfen sich in der Natur verausgaben und im Hotel Vier Jahreszeiten neue Energie tanken – auf die Anspannung folgt die Entspannung. Aus der Verschmelzung der Gegensätze entsteht das perfekte Urlaubserlebnis.